99% Prozent aller Comic Helden singen erst ein Lied bevor sie ein Problem lösen.

Warum machen wir das nicht?

Warum Singen unser Wesen innerhalb Sekunden zum Positiven verändert.


Unsere Comic Helden machen es uns vor. Sie singen meistens bevor sie eine Problemlösung starten. Und das kommt nicht von ungefähr. Hilft uns doch das Singen zu mehr Konzentration und im hier und jetzt zu sein. Wenn wir singen, dann kommunizieren wir in allererster Linie mit uns selbst und programmieren uns in Sekundenschnelle auf eine positive Grundhaltung um. Denn Reden, Denken, Schreiben, Lesen und Singen. All das ist Kommunikation. Singen hat unglaublich positive Auswirkungen für unsere Psyche. Aber auch sogar für den Körper an sich ist Singen eine wahre Medizin.





Nicht nur zu Heilung wird Singen mittlerweile selbst in Kliniken oder anderen Therapie Einrichtungen angewendet. Sondern auch zur Vorbeugung von Depressionen oder einfach wenn wir in einer schlechten Laune sind. Den wer regelmäßig singt, bleibt länger gesund.

Nebenbei ist Singen eine der ältesten Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen.


Singen bewirkt außergewöhnliche Wunder


Was singen alles bewirken kann zeigt uns jeden Freitag seit mehr als 10 Jahren das preisgekrönte „Singing Medicine-Team von Ex Cathedra“ für Kinder im Birmingham Children 's Hospital in Großbritannien in einem Gesangsspiel.


Das Team hat ein spezielles Repertoire und Arbeitsweisen entwickelt, um Kindern mit lebensbeeinträchtigenden Bedingungen die Teilnahme an den Gesangsaktivitäten zu ermöglichen und von ihnen zu profitieren. Das Singen ist eine besondere Aktivität, die Wohlbefinden hervorruft und den Körper anregt oder beruhigen kann. Das Projekt startete im Birmingham Children´s Hospital im Jahr 2004 und wurde seitdem mit dem NHS Health and Social Care Award sowie zuletzt mit einem Preis der Royal Society for Public Health für herausragende Leistungen im Bereich Kunst und Gesundheit ausgezeichnet. Das Projekt wurde in den Krankenhäusern Great Ormond Street, John Radcliffe, Warwick und Heartlands sowie auf Reisen nach Auckland und Singapur geliefert.


Aussage eines Team Mitglieds ist: „Wir möchten den Kindern was anderes zeigen. Zu besonderen Momenten zählen Kinder, die zum ersten Mal nach einem Koma sprechen oder zum ersten Mal seit Wochen lächeln.“


Singen macht uns sozial und empathisch


Und was solche Wunder bewirken kann, kann uns allen auch im Alltag helfen. Gerade auch im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen erfüllt Singen jede Menge soziale Funktionen: Es bringt uns zusammen und lässt uns miteinander kommunizieren. Es fördert die soziale Kognition (denn wer mit anderen musiziert, muss sich auf sie einstellen) und die Kooperation. Da man nicht nur auf sich, sondern auch auf alle anderen hören muss, wird man durchs Singen empathischer, teamfähiger und hat ein stärkeres Gruppengefühl. Der Musikpsychologe und Hirnforscher Professor Dr. Stefan Koelsch von der Universität in Bergen/Norwegen sagt: „Singen bringt Menschen in Kontakt. Es hilft bei der Koordination untereinander. Es überträgt unsere Emotionen und unterstützt den sozialen Zusammenhalt und die Identität.“


Warum Sie mit Singen mehr Erfolg haben.

Hier einige Fakten was beim Singen passiert und warum sie sofort zum Singen beginnen sollten.


Singen macht glücklich

Dass man, wenn man besonders gut gelaunt ist, leise vor sich hin summt kennen wir ja alle. Aber es geht auch umgekehrt. Beim Singen sind im Gehirn alle Strukturen des Belohnungsnetzwerks eingeschaltet. Und somit sind sie Augenblicklich in besser Laune sobald sie beginnen zu singen.


Singen unterstützt unsere Emotionen zu verstärken

Beim Singen ist außerdem der vordere Teil des Hippocampus aktiv, der für bindungsbezogene Emotionen zuständig ist. Dort werden stärkere Gefühle hervorgerufen als zum Beispiel durch Bilder, obwohl die Musik selbst meist nicht Gegenstand der Emotion ist.


Es ist nicht möglich Singen und gleichzeitig ärgerlich zu sein

Unser Gehirn trenn die beiden Emotionen derartig strikt, dass es uns nicht möglich ist zu singen und im selben Moment uns mit dem Ärger, den wir in uns haben, zu befassen. Es sind so grundsätzlich unterschiedliche Emotionen, die nicht zusammen funktionieren. Daher sollten Sie mal ärgerlich oder traurig sein, singen oder summen Sie vor sich hin. In dem Moment haben sie sofort eine andere Emotion.


Singen unterstützt Ihre Gesundheit

Gemeinsames Singen fördert das kontrollierte Atmen, das Herz und den Kreislauf und unterstützt das Immunsystem. Der Musikpsychologie Professor Dr. Gunter Kreutz an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg bat Laien-Chorsänger vor und nach einer Chorprobe und nach dem bloßen Anhören eines geprobten Stücks um eine Speichelprobe. Nach dem Singen des Stücks waren die Abwehrstoffe im Körper deutlich erhöht. Gerade das das regelmäßige Singen stärkt Ihre Immunabwehr.


Hier 6 Tipps wie sie mehr Lebensqualität durch Singen erreichen.

  1. Suchen Sie sich einige Liedtexte (es reichen 2 – 3 Texte) schreiben Sie diese auf und nehmen Sie diesen Zettel mit sich mit.

  2. Auf dem Weg zur Arbeit oder zu anderen Gelegenheiten, versuchen Sie anhand des Liedtextes das Lied nach zu singen.

  3. Wenn Sie nicht lauthals singen können, dann suchen Sie sich alle zwei Stunden einen ruhigen Platz wo Sie ungestört sein können und summen Sie eines Ihrer vorbereiteten Lieder.

  4. Bereiten Sie sich ein Lied vor mit dem Sie ganz besonders positive Momente verbinden.

  5. Treten Sie einem Chor bei, um regelmäßig mit anderen zu singen.

  6. Singen Sie regelmäßig mit Ihrer Familie. Sie können auch ein Familienlied bestimmen, dass sie anstimmen, wenn es mal nicht so gut läuft.


Die Singen-Kettenreaktion zum Durchstarten

Nochmals zusammengefasst die Singen-Kettenreaktion: Regelmäßiges Singen unterstützt unser Atmen, es stärkt das Herz und es kurbelt die Darmaktivität an. Es hält unseren Kreislauf stabil indem es den Blutdruck reguliert. Dadurch erhöht sich die Sauerstoffsättigung im Blut und regt somit die Selbstheilungskräfte an. Als Ergebnis löst es Verspannungen, sorgt für Ausgeglichenheit und baut somit Aggressionen ab.


Viel Spaß beim Singen

Peter Gastberger

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